Weg von Abhängigkeiten
Bei einer Erneuerung der Energieversorgung im Haus fällt die Entscheidung über der zukünftigen Energieträger oft nicht leicht. Leider kann niemand die Preisentwicklung der nächsten Jahrzehnte vorhersehen. Es gibt aber einige Punkte zu beachten die sich schon heute absehen lassen. So wird der Energiepreis in erster Linie von der langfristigen Verfügbarkeit des Energieträgers,der Wettbewerbssituation und der Umweltverträglichkeit bestimmt werden.

Öl : Steigende Preise sind sicher. Die weltweite Ölförderung befindet sich auf dem Maximum. Schwindende Vorräte,immer teurer werdende Erschließung und steigende Nachfrage durch Wirtschaftswachstum der Schwellenländer. Luftfahrt,Schifffahrt sowie Chemie sind Großabnehmer und stark abhängig. Laut OPEC-Studie wird die weltweite Ölnachfrage ab 2024 nicht mehr gedeckt werden können. Der Ölkonzern Shell kommt nach eigenen Berechnungen zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Preise werden schon Jahre vorher stark steigen.

Gas : Ein steigender Ölpreis zieht den Gaspreis mit in die Höhe. Die Industrie weltweit nutzt den jeweils günstigeren Energieträger. Bei Erdgas gibt es nur wenige große Anbieter mit teilweisen Monopolstrukturen.

Biomasse: Hier kommt vor allem Holz in Frage. Ob Scheitholz oder immer öfter Holzpellet,ist es ein Nachwachsender Brennstoff. Eine CO2-Besteuerung ist unwahrscheinlich. Das Angebot wird ausreichend bleiben. Schon jetzt sind genug Anbieter im Markt so dass die Preise moderat bleiben werden.

Strom: Mit Atomstrom die Wohnung heizen und den strahlenden Müll für die nächsten 100000 Jahre in der Erde vergraben? Das hat sicher nichts mit Ökologie und Nachhaltigkeit zu tun. Mit Regenerativstrom ist es gut, haben wir aber nicht ausreichend. Der Atomausstieg wird kommen. Aber auch danach wird Strom zu wertvoll sein um damit technisch veraltete Häuser zu heizen. Die Preise werden sicher steigen.